Wir freuen uns Ihnen die 60 ausgestellten Foto-Arbeiten sowie die Preisträger des 5. LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus zu präsentieren.

Die Ausstellungen und Gewinnerarbeiten der letzten Jahre finden Sie in unserem Archiv.

FREELENS Award 2016

Jonas Wresch »Kolumbiens Weg zum Frieden«

Toribio gilt als einer der am härtesten umkämpften Orte Kolumbiens. Trotz des Einsatzes von Militär, gehören Guerillaangriffe zum Alltag der Dorfbewohner. Deshalb gründeten die Indigenen Räte die Schutztruppe Guardia Indigena, die aus ca. 800 freiwilligen Männern und Frauen besteht. Gewalt kann nicht mit Gegengewalt gelöst werden, deswegen tragen die Mitglieder keinerlei Waffen bei sich.

FREELENS Award 2016 / Lobenswerte Erwähnung

Enri Canaj »The Wind Cries War«

Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im März 2011 wird die Lage im Mittleren Osten zunehmend schlechter. Die Zahl der Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen steigt von Tag zu Tag. Die Hoffnung auf ein besseres Leben ist oft einziger Antrieb, um die Torturen und Widrigkeiten der Flucht aus dem eigenen Land zu überstehen. Enri Canaj dokumentiert die Situation der Menschen, die nach Griechenland und Mazedonien kommen, nur um weiter nach Westeuropa zu gelangen.

FREELENS Award 2016 / Lobenswerte Erwähnung

Elena Chernyshova »Days of Night - Nights of Day«

Norilsk im Norden Russlands ist die zweitgrößte Stadt innerhalb des Polarkreises. Sie ist auch eine der zehn am stärksten verschmutzten Städte der Welt. Reiche Metall- und Mineralienvorkommen ließen die Region zu einem riesigen Abbaugebiet wachsen. Dabei ist Norilsk knapp 270 Tage im Jahr mit Schnee bedeckt, und die sonnenlose Polarnacht dauert von November bis Mitte Januar. Elena Chernyshova hat in ihrer Reportage die Atmosphäre und das Leben in Norilsk dokumentiert.

FREELENS Award / Lobenswerte Erwähnung

Laura Morton »Wild West Tech«

San Francisco und das Silicon Valley sind von einem neuen Goldrauch erfasst: Junge Träumer, Geschäftsleute, Genies und Idealisten scharen sich dort zusammen mit der Hoffnung, ein erfolgreiches Start-up zu gründen oder reich zu werden. Sie arbeiten viele Stunden, um ihre Firmen aufzubauen. Ihr alltägliches Leben ist miteinander verknüpft: Sie wohnen zusammen, sie netzwerken untereinander, sie konkurrieren miteinander, aber feiern auch zusammen.

Lammerhuber Photography Award 2016

Johan Bävman »Swedish Dads«

In Schweden können junge Eltern bis zu 480 Tage lang zu Hause bleiben und sich um ihren Nachwuchs kümmern. In der Serie „Swedish Dads“ porträtiert Johan Bävman Väter, die mindestens sechs Monate Zeit mit ihren Kindern verbringen und damit deutlich mehr als der Durchschnitt. Eine Spurensuche nach den positiven Auswirkungen des schwedischen Systems und der Beziehung zwischen Vater und Kind.

LUMIX Multimedia Award 2016

Christian Werner »Schwarzer Tod«

Immer wenn die Regenzeit in Madagaskar beginnt, bricht die Pest aus. Durch das feuchte Klima steigt die Ratten- und Flohpopulation, die einen idealen Nährboden für den Erreger der tödlichen Krankheit schafft. Korruption, mangelnde Bildung und eine fehlende Infrastruktur erschweren den Kampf gegen die Seuche. Ein gefährlicher Cocktail, der es für die Menschen unmöglich macht, die Epidemie einzudämmen oder gar auszulöschen. 

HAZ-Publikumspreis

Massimo Branca »Inside Outside Under Bucharest«

Zwei Jahre lebt Massimo Branca selbst auf den Straßen der rumänischen Hauptstadt Bukarest, um das Leben einer der größten Randgruppen Europas zu dokumentieren. Aufgrund sozialer Missstände sind diese Menschen gezwungen, auf herkömmlichen Komfort zu verzichten und leben unter den Straßen des Gara de Nord. Drogenkonsum ist ein genauso großes Problem wie die Illegalität ihres Daseins.

Stern Grant 2016

Sebastian Liste »Mexico. An intimate pandemic.«

Quer durch Mexiko wird Gewalt immer mehr zur perversen „Normalität“, die soziale Beziehungen untergräbt und die Aussicht auf Demokratie gefährdet. Mexiko ist ein klares Beispiel dafür, wie staatliche und internationale Anstrengungen, Drogenhändler zu bekämpfen, die Situation nur noch schlimmer macht. 

dieUmweltDruckerei Nachhaltigkeitspreis 2016

Pablo Piovano »The Human Cost of Agrichemicals«

Als Pablo Piovano über die katastrophalen Folgen von genetisch verändertem Saatgut und dem massiven Einsatz von Pestiziden in seinem Heimatland Argentinien erfährt, verspürt er den Drang, über diese Zustände zu berichten. Seit November 2014 arbeitet er an seinem Projekt, vorwiegend in den ländlichen Gegenden im Nordosten Argentiniens, mit dem Fokus auf die Opfer der landwirtschaftlich genutzten Chemikalien.