multimedia stories 2012
alle 22 multimedia stories in der Übersicht
1. Laia Abril »A Bad Day«
Jo ist 21 und leidet an Bulimie, einer Essstörung. Ihre Obsession geht nicht darum, dünn zu sein, sondern trotz der riesigen Menge an Nahrung, die sie jeden Tag verzehrt, nicht zuzunehmen. Laia Abril zeigt sehr nah und menschlich Jos Höhen und Tiefen und erzählt mit sehr viel Feingefühl von ihren Leiden.
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Laia Abril
2. Matteo Bastianelli »A Silent Scream For Life«
In seiner Multimediageschichte über ein kroatisches Krankenhaus für schwerbehinderte Kinder kommt Matteo Bastianelli ganz ohne O-Töne oder Interviews aus. Lediglich mit Musik und sehr eindringlichen Fotos schafft er eine mitreißende Atmosphäre und bringt dem Betrachter ein schwieriges Thema nahe.
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3. Dominic Bracco II »The Clarinetist«
Ciudad Juarez in Mexiko gilt als die gefährlichste Stadt der Welt. An diesem Ort voller Mord, Drogen und Bandenkriegen verfolgt ein 15-Jähriger seinen Traum. Mit Musik versucht er, dieser Gewaltspirale zu entfliehen. Dominic Bracco II erzählt parallel die Geschichte des Klarinettisten und der schrecklichen Umgebung.
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4. Christopher Capozziello »The Distance Between Us«
Während der letzten zehn Jahre begleitete der amerikanische Fotograf Christopher Capoziello seinen an zerebraler Lähmung erkrankten Zwillingsbruder Nick mit der Kamera. Tagtäglich stellte er sich der Frage „Warum er und nicht ich?“ Eine Gehirnoperation vor zwei Jahren gibt der Familie nun Hoffnung, dass sich für Nick etwas ändern könnte.
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Christopher Capozziello
5. Eduardo Castaldo »Dawn Of A Revolution«
Der Italiener Castaldo kam am ersten Tag der Proteste nach Kairo und hielt in eindrücklichen Bildern und O-Tönen die Aufstände fest, die später zum Rücktritt des ägyptischen Präsidenten führten.
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Eduardo Castaldo
6. Maisie Crow »Half Lives: The Chernobyl Workers Now«
Mithilfe sehr emotionaler Interviews kommt man den Protagonisten dieser Geschichte näher. Sie erzählen von ihrem Leben nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl. Die ukrainische Regierung hat sie umsiedeln lassen – und sie vergessen.
7. Maxim Dondyuk »The TB Epidemic In Ukraine«
Tuberkulose ist in der Ukraine eine ernst zu nehmende Epidemie, gegen die die Behörden wenig unternehmen. Maxim Dondyuk hat die Zustände in den Kliniken in schockierenden Bildern festgehalten, die den Betrachter aufrütteln.
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8. Shooresh Fezoni »Die Bierbrauer aus Quilmes«
Quilmes ist eine Stadt in Argentinien, die sich etwa 20 Kilometer südlich von Buenos Aires befindet und wo 1887 der älteste Fußballklub des Landes gegründet wurde. Quilmes ist auch für das gleichnamige Bier bekannt, weshalb sich die Vereinsfans auch Cerveceros – Bierbrauer – nennen. In keinem anderen Land ist der Fußball so allgegenwärtig wie in Argentinien – der Nationalsport beherrscht den Alltag, die Menschen definieren sich über ihre Vereinsfarben, und die Fans beschreiben sich selbst als krank und frönen ihrer Leidenschaft. Der Film zeigt diese überglücklichen Menschen im Stadion hautnah, in den Momenten der Ekstase.
9. Ian Flanders »Cruising«
In seiner Arbeit zeigt der Australier das Leben einiger Prostituierter in seiner ganzen brutalen Realität. In emotionalen Bildern begleitet der Betrachter die Mädchen zwischen Rausch und Arbeit. Ian Flanders benutzt dabei die ganze Bandbreite der multimedialen Möglichkeiten: Musik, Interview, Film, Fotos und Text werden gekonnt verbunden.
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10. Guido Gazzilli »Fisnik«
Kosovo, der jüngste Staat Europas. Mehr als die Hälfte seiner Einwohner ist unter 25 Jahre alt. Guido Gazzilli zeigt uns anhand des jungen Fisnik exemplarisch die Kindheit und Gegenwart vieler junger Kosovaren.
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11. Ashley Gilbertson »OccupyWallStreet«
Ashley Gilbertson gibt uns Einblicke in die größte soziale Protestbewegung des 21. Jahrhunderts – des Occupy Wall Street Movement. Der Kern der Bewegung ist noch heute im Zuccotti Park, einer kleinen windigen Plaza, ein paar Blocks nördlich von der Wall Street entfernt, zu finden.
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12. Hannes Jung »Falsche Heimat«
Das Schicksal der Familie Berisha teilen viele, die während der Kriegswirren im ehemaligen Jugoslawien nach Deutschland flohen. Sie durften einige Jahre bleiben und wurden 2008 in den Kosovo abgeschoben. Doch die meisten können sich mit den neu entstanden Ländern in ihrer Heimat nicht identifizieren, gerade die Kinder sprechen die Sprache kaum und haben kein soziales Umfeld mehr. Hannes Jung zeigt dies in gefühlvollen Fotos.
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13. Alex Masi »The Fallujah Legacy«
Die Stadt Fallujah war für die Amerikaner eines der schwierigsten Schlachtfelder des Irakkriegs. In zwei großen Operationen versuchte die US-Armee, die Aufständischen zurückzudrängen. Jahre später bemerkten Wissenschaftler eine auffällige Häufung an Behinderungen bei Neugeborenen – offenbar wurden Waffen mit Uranmunition eingesetzt. Der Fotograf Alex Masi besuchte die Opfer.
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14. Bob Miller »The Performers«
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15. Mads Nissen »In The Name Of Victoria«
Der dänische Fotograf Mads Nissen erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens aus Nepal, das mit einer körperlichen Behinderung zur Welt gekommen ist. Er begleitet eine Frau, der das Schicksal des Mädchens so nahe geht, dass sie sich entschließt, zu helfen. Sie reist aus Dänemark nach Nepal und bezahlt die ärztliche Behandlung. Der Fotograf fängt ihre Gefühle bei ersten gelungenen Operationen und der plötzlichen Nachricht vom Tod des Mädchens in mitfühlenden Bildern ein.
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16. Ilvy Njiokiktjien »Afrikaner Blood«
Mit ihrer Geschichte über eine Gruppe Südafrikaner, die noch immer an die Apartheid glauben, hat die Niederländerin 2012 den World Press Photo Multimedia Contest gewonnen. Sie zeigt, wie der Hass in junge Männer gepflanzt wird, und benutzt dazu Fotos, Videos und O-Töne. Für die Geschichte arbeitete Ilvy Njiokiktjien mit der Journalistin Elles van Gelder zusammen.
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17. Jonas Opperskalski »A Journey Into The Unknown«
Jonas Opperskalski erzählt die Geschichte einer Roma-Familie, die nach acht Monaten ohne eine Aufenthaltsgenehmigung und in ständiger Angst vor Abschiebung freiwillig nach Mazedonien zurückkehrt. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Arif M., dem Vater der Familie, erzählt. Jonas Opperskalski begleitet sie auf ihrer Reise ins Unbekannte und lernt dabei einen ständigen Begleiter kennen: Diskriminierung.
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18. Ed Ou »Reflections On An Unfinished Revolution«
Die Proteste gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak haben im letzten Jahr das ganze Land auf die Straße gebracht. Doch auch nach dem Rücktritt des Staatsführers gingen die Unruhen nach einer anfänglichen Euphorie weiter. Der Fotograf Ed Ou hat Protagonisten der Aufstände getroffen und ihre Enttäuschung angesichts der „unfertigen Revolution“ festgehalten. Er wurde vom Videographen Ben Solomon bei seiner Arbeit unterstützt.
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19. Agata Pietron »War Songs: Rap, Hip-Hop And Youth In Eastern Congo«
Der Krieg hat ihr Leben geprägt. Sie waren weniger als ein paar Jahre alt, als der Völkermord in Ruanda Millionen von Flüchtlingen verursachte. Heute sind sie Teenager und haben üblicherweise nicht die Möglichkeit, zu Wort zu kommen. Agata Pietron lässt die Protagonisten eindrücklich von ihren Zukunftswünschen, Ängsten und Hoffnungen erzählen und gibt uns einen eindringlichen Blick in Kongos junge Gesellschaft.
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20. Jeremie Souteyrat »Fukushima, Nuclear Refugees«
Jeremie Souteyrat erzählt sehr eindrücklich das Leben der Menschen nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima. Mehr als 100.000 Einwohner mussten evakuiert werden. Einige blieben in Notunterkünften in der Region, andere wiederum entschieden sich, weiter weg zu entkommen. Doch haben alle eines gemeinsam: Sie haben keine Ahnung, ob sie jemals in der Lage sein werden, in ihre Häuser zurückzukehren.
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21. Anastasia Taylor-Lind »Siberian Supermodels«
Einige der weltweit schönsten Frauen kommen aus Sibirien, und die Modelscouts der großen internationalen Agenturen suchen dort jedes Jahr nach neuen Gesichtern. Anastasia Taylor-Lind schaut hinter die Kulissen der Modelschulen und zeigt Bilder von Mädchen, die schon im Kindesalter lernen, gut auszusehen.
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22. Patrick Tombola »Harvester Of Sorrow«
Im ländlichen Australien ist die Selbstmordrate unter Farmern in den letzten Jahren extrem angestiegen. Patrick Tombola besuchte mehrere Betroffene mit seiner Kamera, um über ihre Depressionen zu reden. Er kombiniert Fotos der einzigartigen Landschaft mit Interviewfragmenten und schafft dadurch eine dichte Atmosphäre.
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