LUMIX's Ausstellung über Krieg und Flucht.

In den nächsten Wochen stellen wir hier kurz die 60 Fotoarbeiten vor, die während des 6. LUMIX Festivals gezeigt werden. Im zweiten Teil geht es weiter mit beeindruckenden Arbeiten zur brandaktuellen Thematik Flucht und Krieg.

Michał Dyjuk dokumentiert den grauenvollen Alltag der Rohingya-Muslime, die seit Generationen im Rakhaing-Staat in Myanmar leben und systematisch verfolgt werden. Seit August 2017 sind über 800.000 Rohingya nach rücksichtslosen Massakern der Armee nach Bangladesch geflohen. Immer mehr Kurdinnen gehen in den Widerstand gegen den IS. Sonja Hamad zeigt junge, starke Frauen, die sich mit Waffen gegen Unterdrückung wehren und für ein besseres Leben kämpfen. In ihren Bildern stehen sich Leid und Zerstörung, aber auch Stärke und Unabhängigkeit gegenüber. Auch Lorenzo Meloni setzt sich mit dem Kampf gegen den Islamischen Staat auseinander. In seiner Arbeit »The Fall of the Caliphate« hält er die Folgen des brutalen Krieges aus Sicht der leidenden Einwohner und Soldaten fest. Bei minus 15 Grad versuchen sie irgendwie zu überleben: Flüchtlinge, die in Belgrad in keiner der staatlichen Unterkünfte gelandet und nun gezwungen sind, in Lagerhallen den Winter zu überstehen. Ihre einzige Hoffnung sind Schleuserbanden. Tsakalidis Konstantinos hat dieses Zustände dokumentiert. Tausenden Flüchtlingen wird der Weg in die Freiheit durch geschlossene Grenzübergänge auf dem Balkan verwehrt. In ihrer Gefangenschaft sind es der Glaube und die Gemeinschaft, die den Betroffenen Kraft zum Durchhalten geben. In beeindruckenden Panorama-Aufnahmen hat der Fotograf Angelos Tzortzinis das Alltagsleben an diesen Orten festgehalten. Sind Frieden und Aussöhnung in Syrien überhaupt möglich? Christian Werner hat die fünf größten Städte des Landes – Aleppo, Damaskus, Homs, Latakia und Raqqa – besucht und ganz unterschiedliche Entwicklungen beobachtet. Weit weg von den Schrecken des Bürgerkriegs hat eine Gruppe syrisch-kurdischer Flüchtlinge ein neues Zuhause gefunden: Vier Jahre lebten sie in runtergekommenen Häusern rund um die Süleymaniye-Moschee in Istanbul. Esa Ylijaasko zeigt ihr Leben und öffnet mit seinen Aufnahmen ein Fenster in eine andere Welt.

Einen Überblick und alle Kurzbeschreibungen der 60 Fotoarbeiten gibt es hier.