LUMIX's Ausstellung über unsere Umwelt.

In den nächsten Wochen stellen wir hier kurz die 60 Fotoarbeiten vor, die während des 6. LUMIX Festivals gezeigt werden. Die Auseinandersetzung mit Umweltthemen ist der Leitfaden für die nächsten Geschichten. Dabei geht es vom Naturschutz über Veränderungen und Auswirkungen in der Umwelt bis zu Protesten.

Die Matagi sind ein traditionelles Volk der Jäger in Japan. Sie jagen den gefährdeten Schwarzbären, obwohl es verboten ist. Die Matagi jagen aber für ihre eigenen Bedürfnisse und töten ausschließlich Bären, die ihre Farmen bedrohen. Für sie ist es wichtig das natürliche Gleichgewicht in der Natur zu erhalten und sie somit zu respektieren. Nach ihrem Glauben garantiert der Geist des heiligen Berges, Yama-no-Kami, ihr Recht zu jagen. Javier Corso hat das Leben dieses Volkes dokumentiert. Staub, Lärm und Chaos – das ist Dhaka im Sommer. Die Hauptstadt Bangladeschs ist eine der am schnellsten wachsenden Megacitys der Welt. Ihre Einwohner drohen aber an den Folgen des Wirtschaftsbooms zu ersticken. Niklas Grapatin hat diesen Zustand in seinen Fotos festgehalten. Metertiefe Sinklöcher, kahle Trockenlandschaft, ein verschwindender See. Seit Jahrzehnten sinkt der Wasserpegel des Toten Meeres – wegen des enormen Wasserverbrauchs durch Landwirtschaft und Industrie in Israel und Jordanien. Moritz Küstner zeigt in seiner Bilderreihe die Folgen für den See und seine Umgebung. Ihr heiliges Mutterland am Missouri in North Dakota sehen die Lakota-Sioux-Indianer durch den Bau einer Ölpipeline, der schwarzen Schlange, bedroht. Ureinwohner aller Stämme formieren sich Seite an Seite mit Umweltschützern und Menschenrechtsaktivisten im Standing-Rock-Reservat zum Protest. Zen Lefort war mit seiner Kamera dabei. In den verheerenden Waldbränden in Nordkalifornien im Oktober 2017 starben mehr als 40 Zivilisten und mehr als 5000 Häuser wurden zerstört. Gabrielle Lurie hat die Stärke und Widerstandskraft der Bewohnern fotografiert, die damit versuchen ihren Verlust und die Schmerz zu verarbeiten und in ihr altes Leben zurückzufinden. Die Ölsande in der kanadischen Provinz Alberta sind ertragreich, doch die Förderung verursacht immense Umweltschäden. Den indigenen Völkern wurde einst ökologischer Schutz zugesagt, »so lange die Sonne scheint«. Ian Willms zeigt in seiner Geschichte wie sie nun selbst für die Ölindustrie arbeiten und ihr eigenes Territorium zerstören.

Einen Überblick und alle Kurzbeschreibungen der 60 Fotoarbeiten gibt es hier.