LUMIX's Ausstellung.

In den nächsten Wochen stellen wir hier kurz die 60 Fotoarbeiten vor, die während des 6. LUMIX Festivals gezeigt werden.

Mehr als 16.000 Tote – das ist die Bilanz eines zweijährigen Krieges gegen Drogen auf den Philippinen. Rodrigo Duterte, Präsident der südostasiatischen Republik, führt ihn seit 2016. Ezra Acayan hat diesen absurden Kampf dokumentiert. Sie spielten eben noch mit Puppen und plötzlich übernahmen sie die Rolle der Ehefrau. Im Iran gehören Kinderehen zum Alltag: Mehrere Tausend Kinder werden dort jährlich zwangsverheiratet. Mahsa Ahrabi Fard macht mit ihren Bildern auf dieses Problem in ihrer Heimat aufmerksam. In keinem Land der Erde sind so viele Menschen bei Erdbeben ums Leben gekommen wie im Iran. Die Reportage »Life After Shock« der iranischen Fotografin Fatemeh Behboudi beschreibt die dramatische Situation der Menschen, die in den vergangenen 15 Jahren drei schwere Erdbebenkatastrophen überlebt haben. Wie fühlt es sich an, wenn ein geliebter Mensch plötzlich nicht mehr da ist? Dieser Frage ist Hector Guerrero nachgegangen. Denn in Mexiko verschwinden täglich Menschen – entführt von kriminellen Banden. 30.000 in waren es den letzten neun Jahren. Und der Staat sieht weg. Das kleine Land zwischen der Nord- und Ostsee hat 8750 Kilometer Küste – kein Wunder also, dass die See eine zentrale Rolle im Leben der Dänen und ihrer Gäste spielt. Ulrik Hasemann porträtiert, wie Mensch und Natur die dänische Küste verändern und gewährt einen Einblick in dieses Verhältnis. Eritrea ist eines der ärmsten Länder der Welt, doch davon dringt unter der Führung des Diktators Isayas Afewerki kaum etwas an die Weltöffentlichkeit. François X. Kleins Arbeit gewährt seltene Einblicke in das Leben derer, die seit Jahren in ständiger Angst leben und kein Geld für die Flucht aufwenden können. Das Leben im brasilianischen Amazonasgebiet ist zunehmend geprägt von Armut, Überlebenskampf und Gewalt. Die Straßen werden von Gangs beherrscht, die Gefängnisse sind überfüllt. Eine fotografische Dokumentation von Tommaso Protti über den Wert des Lebens inmitten begehrter Naturressourcen. Vasantha Yogananthan begibt sich in Indien auf die Spuren des Ramayanas; ein Epos in einer Gesellschaft voller Ungleichheit. Unabhängig ihrer Kaste werden Passanten zu Schaustellern. Die in schwarz-weiß fotografierten Aufnahmen färbte ein indischer Künstler in einer traditionellen Technik von Hand.

Einen Überblick und alle Kurzbeschreibungen der 60 Fotoarbeiten gibt es hier.