vorträge

Zu den Highlights eines jeden LUMIX Festivals zählen die acht Vorträge weltbekannter Fotografinnen und Fotografen. In den vergangenen Jahren waren internationale Stars der Fotojournalistenszene wie Steve McCurry, Anja Niedringhaus, Anthony Suau, Alixandra Fazzina, Thomas Höpker, Ragnar Axelsson, Gerd Ludwig, Ed Kashi oder David Burnett unsere Gastredner.

 

 

Tomas
Van
Houtryve

Mittwoch, 20. Juni 2018,
17.00 Uhr

Tomas van Houtryve lediglich als Fotografen zu bezeichnen, würde viel zu kurz greifen. Der 1975 geborene US-Amerikaner ist Fotoreporter, Konzeptkünstler und Autor und nutzt für seine Arbeit, in der er häufig Journalismus und Philosophie miteinander verwebt, viele der zahlreichen Möglichkeiten bildgebender Medien.
Im Jahr 2016 erwarb das Centre of Photography van Houtryves Videoinstallation "Traces of Exile". Darin kombiniert er Smartphone-Bilder von Flüchtlingen mit Orten ihrer Flucht-Odyssee. Es ist das erste Video, das in die permanente Sammlung des ICP mit über 200.000 Drucken aufgenommen wurde. Im Jahr 2014 wurde van Houtryves „Blue Sky Days“ in Harper's als größtes Fotoportfolio in der 164-jährigen Geschichte des Magazins veröffentlicht. Die Drohnenbilder von „Blue Sky Days“ zeigen Versammlungen von Menschen, die zu Zielen von ausländischen Drohnenangriffen werden können: Hochzeiten, Beerdigungen, betende oder trainierende Menschengruppen.
Neben einer enormen Anzahl von Ausstellungen weist Tomas van Houtryve’s Vita auch zahlreiche Auszeichnung auf, darunter den World Press Photo Award, dem ICP Infinity Award, beim Press Photographer of the Year (POY) oder den Nachwuchspreis des Festivals Visa pour l’Image in Perpignan.

 

Abbie
Trayler-
Smith

Mittwoch, 20. Juni 2018,
19.30 Uhr

Im Jahr 1978 in Wales geboren und dort aufgewachsen, hat Abbie Trayler-Smith anschließend in London Jura studiert, bevor sie sich autodidaktisch der Fotografie zuwandte und zu einer Dokumentar- und Portraitfotografin wurde. Beginnend 1998 hat sie acht Jahre lang als Fotografin Nachrichten für den Daily Telegraph fotografiert, vom Krieg im Irak, über die Darfur-Krise bis zum Tsunami in Asien. Im Jahre 2007 wurde sie dann Fotografin der renommierten Fotoagentur Panos Pictures. Heute arbeitet sie für Time, The Sunday Times, The Independent Review, Marie-Claire, Monocle, Vice, Oxfam, Save The Kinder, IRC, UNICEF, Sony und BBC weltweit. Abbie Trayler-Smiths Fotos wurden international veröffentlicht, ausgestellt und ausgezeichnet, u.a. beim World Press Photo Award.
Zu ihren bedeutendsten fotografischen Projekten gehören »Still Human Still Here« über abgewiesene Asylbewerber in Großbritannien und »The Big O« über Fettleibigkeit bei Kindern. Für Abbie Trayler-Smith basiert die Kraft eines Bildes auf dessen Botschaft.

 

 

 

 

Meinrad
Schade

Donnerstag, 21. Juni 2018,
17.00 Uhr

Meinrad Schade gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Fotografen der Schweiz. Nach dem Abschluss seines Biologie-Studiums wandte er sich der Fotografie zu. Erste Station seiner fotografischen Karriere war, nachdem er einen Lehrgang an der Schweizer Journalistenschule MAZ absolviert hatte, eine Festanstellung als Pressefotograf beim St. Galler Tagblatt. 2002 machte er sich als Fotograf selbständig. Im Jahr 2011 wurde er mit dem Swiss Photo Award ausgezeichnet, 2013 mit dem n-ost Reportagepreis.
Die renommierte Fotostiftung Schweiz in Winterthur präsentierte 2015 seine große Einzelausstellung „Krieg ohne Krieg“, parallel dazu erschien im Verlag Scheidegger & Spiess der gleichnamige Bildband. Dafür bereiste er Krisenregionen der ehemaligen Sowjetunion. Im Mai 2018 wird sein neues Buch „unresolved“ erscheinen, Teil seines Langzeitprojektes „Krieg ohne Krieg“, für das er diesmal in Israel und Palästina fotografiert hat.

 

 

 

Petrut
Calinescu

Donnerstag, 21. Juni 2018,
19.30 Uhr

Der rumänische Fotograf Petrut Calinescu zählt zu den besten Foto- und Videojournalisten seines Landes. Er ist Mitbegründer des Documentary Photography Centre, das sich für die Entwicklung der Dokumentarfotografie und der Entstehung fotojournalistischer Projekte in Rumänien engagiert.
Er selbst arbeitet häufig an Langzeitprojekten wie »Living at the Edge«, in dem er die chaotische Gentrifizierung der Außenbezirke von Bukarest dokumentierte. »The Black Sea«, ein weiterhin in Arbeit befindliches Langzeitprojekt, wurde 2010 mit einem Stipendium des German Marshall Funds gefördert. Darin zeigt er unter anderem, wie der Massentourismus am Schwarzen Meer auf die wachsenden Spannungen in den Anrainerstaaten trifft.
Petrut Calinescus Reportagen wurden u.a. im Sunday Times Magazine, der New York Times, Esquire Business Week veröffentlicht und mehrfach ausgezeichnet. Er wird von der englischen Agentur Panos vertreten.

 

Justyna
Mielni
kiewicz

Freitag, 22. Juni 2018,
17.00 Uhr

Die polnische Fotografin Justyna Mielnikiewicz konzentriert sich in ihrer Arbeit auf die Länder der ehemaligen Sowjetunion. Sie dokumentiert in unterschiedlichen Projekten die Aspekte der Transformation der Gesellschaften östlich der Europäischen Union.
Ihre Karriere begann Justyna Mielnikiewicz 1999, als sie für die Tageszeitung Gazeta Wyborcza in Polen arbeitete. Bereits zwei Jahre später entschloss die Autodidakten als freiberufliche Dokumentarfotografin zu arbeiten und vorwiegend persönliche Langzeitprojekte zu realisieren. Zwölf Jahre arbeitete sie etwa an einem Projekt über den Südkaukasus und die schwelenden Konflikte dort, was in dem Buch “Woman With A Monkey - Caucasus in Short Notes And Photographs“ veröffentlicht wurde.
In ihrem Langzeitprojekt “A Ukraine Runs Through It“ beschäftigt sich Mielnikiewicz mit den Unruhen im Land entlang des Flusses Dnjepr als Metapher für die widersprüchlichen Einflüsse, die die Ukraine und die Region prägen. In einem weiteren persönlichen Projekt untersucht sie die Rolle der Ethnien zur Findung einer Identität von Russen und russisch Sprechenden 25 Jahre nach dem Fall der Sowjetunion.
Ihre Arbeiten wurden in internationalen Publikationen wie The New York Times, Monocle, GEO, National Geographic, Le Monde und Stern veröffentlicht. Sie ist Mitglied der Agentur MAPS.

 

Nina
Berman

Freitag, 22. Juni 2018,
19.30 Uhr

Nina Berman, geboren 1960, ist Dokumentarfotografin, Filmemacherin, Autorin und Lehrende.  Ihre Themen umfassen amerikanische Politik, Militarismus und die posttraumatischen Folgen des Krieges. Ihre Fotos und Videos wurden an mehr als 100 Orten ausgestellt, u.a. im Whitney Museum of American Art, dem Museum of Fine Arts Houston und im Dublin Contemporary. Sie ist die Autorin von »Purple Hearts – Back from Iraq«, einem Buch mit Portraits und Interviews mit verwundeten amerikanischen Veteranen und von »Homeland«, einer Untersuchung der Militarisierung der amerikanischen Gesellschaft nach dem 11. September 2001. Vor kurzem ist ihr aktuellstes Buch erschienen,  »An autobiography of Miss Wish«, die Geschichte einer Frau, die über 25 Jahre lang Opfer von sexueller Gewalt war.

Nina Bermans Arbeit wurde mit zahlreichen Awards in Kunst und Journalismus ausgezeichnet, u.a. von der World Press Photo Foundation, Pictures of the Year International, der Open Society Foundation und der New York Foundation for the Arts, dem Aftermath Project und Hasselblad.  Sie ist mit dem 2017 Susan Tifft fellow am Center for Documentary studies an der Duke University ausgezeichnet und unterrichtet als assoziierte Professorin an der Columbia University Graduate School of Journalism, dessen Fotografie-Programm sie leitet. Vertreten wird sie durch NOOR Foundation. Nina Berman lebt in New York City.

 

 

 

Stephan
Van
fleteren

Samstag, 23. Juni 2018,
11.00 Uhr

Der Fotograf Stephan Vanfleteren ist der wohl bekannteste Fotograf seiner Heimat Belgien. Viele, die noch nie länger in Belgien waren, haben ihr Bild von dem Land aus den Arbeiten Stephan Vanfleteren’s, wie zum Beispiel aus seinem wunderbaren Bildband "Belgicum". Entstanden ist ein fotografisches Meisterwerk, fernab jeder Romantisierung, aber fotografiert mit großer Wärme und herzlicher Sympathie für seine Landsleute.
Nach seinem Fotografie-Studium an der Kunsthochschule Sint-Lukas in Brüssel arbeitete er von 1993 bis 2009 als Zeitungsfotograf für De Morgen. Danach wandte er sich vor allem seinen eigenen Buch- und Ausstellungsprojekten zu, die er allesamt in Schwarzweiß fotografierte. Daneben fotografiert er für ausländische Zeitungen und Magazine wie The New York Times, Le Monde, Die Zeit oder Paris Match.
Neben seinen empathischen und verdichteten Bildern vom alltäglichen Leben und den Landschaftsfotos haben ihn auch die faszinierenden Portraits der Menschen seiner belgischen Heimat weltbekannt gemacht. Für seine schnörkellose und unprätenziöse Schwarzweiß-Fotografie gewann er bereits sechs Mal einen World Press Photo Award und zahlreiche nationale Press Awards.

 



Paula
Bronstein

Samstag, 23. Juni 2018,
17.00 Uhr

Den Begriff »Haudegen« schreibt man in der Regel verwegenen Männern zu, die mit allen Wassern gewaschen sind, aber auf die amerikanische Fotografin Paula Bronstein trifft er ebenso zu. Sie studierte Fotografie an der Universität von Colorado, am Salzburg College und Fotojournalismus am Rochester Institute of Technology. Danach arbeitete sie zuerst als Fotografin für amerikanische Zeitungen und seit den 90er Jahren für die Agentur Getty Images News in Asien, von 2002 bis 2013 als festangestellte Fotografin. Paula Bronsteins Fotos wurden rund um den Erdball tausendfach gedruckt und in zahlreichen Ländern ausgestellt. Sie hat in ihrer langen Karriere Präsidenten und Könige fotografiert, Naturkatastrophen, politische Unruhen, Kriege und Konflikte.

Für ihre Arbeiten ist sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, darunter 2017 mit dem ersten Preis beim World Press Photo in der Kategorie Daily Life, 2016 bei den International Photography Awards für ihr Buch »Afghanistan: Between Hope and Fear« und ebenfalls 2016 den Anja Niedringhaus Courage in Photojournalism Award von der International Women’s Media Foundation.

 

archiv
vorträge

Hier haben Sie die Gelegenheit, alle Vorträge des letzten Festivals anzuschauen

Die Vorträge der Vorjahre finden Sie hier. Viel Spaß!